… für Leimungsmittel

Leimungsmittel werden in der Papierindustrie zur Teilhydrophobierung des Fasernetzwerkes in einem Papierblatt eingesetzt.

Durch kontrolliertes Dosieren von Leimungsmitteln können gewünschte Eigenschaften wie die
• Wasseraufnahme,
• Beschreibbarkeit/Bedruckbarkeit,
• Dimensionsstabilität
von Papier gezielt gesteuert werden.

Aufgrund der hohen Reaktivität von Leimungsmitteln erfolgt die Emulgierung der hydrophoben Leimungskomponente in ein Schutzkolloidsystem erst kurz vor dem Stoffauflauf der Papiermaschine.

Eine Vielzahl von Kriterien, die im operativen Geschäft am Markt auftreten, steigert die Individualität einer zu konzipierenden Anlagen beträchtlich:
• zur Emulgierung dient Kochstärke unterschiedlichster Art (Viskosität, Temperatur, Kochqualität und Feststoffgehalt)
• Einsatz von Flüssigstärke
• Einsatz von Polymerlösungen
• unterschiedlich hohe Verbrauchsmengen an Leimungsmitteln
• Einsatz modifizierter Leimungsmittel (benötigen einen geringeren Energieeintrag und ein verändertes Anlagenequipment)
• diese unterschiedlichen Produkte müssen zum Teil noch gefiltert, gekühlt und/oder verdünnt werden, bevor sie zum Einsatz kommen.

Mögliche Anlagenkonfigurationen sind Einzelanlagen, redundante Anlagen oder der Einsatz von modularen Komponenten.
1) Emulgiermodul, um eine möglichst optimale Verteilung der Emulsionsteilchen zu erreichen.
Als Einzelanlage beinhaltet das Emulgiermodul die komplette Steuerung, als redundante Anlage werden die Emulgiermodule von einem Bedien- und Beobachtungsmodul gesteuert.
2) Filtermodul, zur Reinigung von gekochter Stärke von Schwebstoffen im Anschluss an den Stärkekocher.
3) Kühlermodul, kühlt die vom Stärkekocher gekochte Stärke auf die empfohlene, für die Anwendung benötigte Temperatur.
4) Stärke-Booster-Modul, kommt zum Einsatz wenn der Stärkevordruck geringer als 3bar ist.
5) Flüssigstärkemodul, verdünnt die zum Einsatz kommende Flüssigstärke auf den Ziel-Feststoffgehalt und pumpt die Ziel-Flüssigstärke über einen Statikmischer oder eine Mischpumpe zum Emulgiermodul (Kühlung und Vorfiltration ist bei Flüssigstärke nicht nötig).
6) Polymermodul, verdünnt die zum Einsatz kommende Polymerlösung auf den Ziel-Feststoffgehalt pumpt die Ziel-Polymerlösung über einen Statikmischer oder eine Mischpumpe zum Emulgiermodul (Kühlung und Vorfiltration ist bei Polymerlösung nicht nötig).
7) Emulsionsverteilermodul, kommt zum Einsatz, wenn mehrere Dosierstellen gleichzeitig bedient werden sollen.
8) Wassernachverdünnungsmodul, kommt zum Einsatz, wenn mehrere Dosierstellen gleichzeitig bedient werden sollen.
9) Wasser-Booster-Modul, kommt zum Einsatz, wenn der Vordruck aus der Wasserleitung der Papierfabrik nicht ausreicht.
10) Aufbereitungsmodul, bei Einsatz von modifizierter Stärke.

 

Anlage für Leimungsmittel - IS 5000